Stein im Brett Titelbild.jpg   Bild KEIM Farben AG

26. Februar 2026, 12:15 Uhr

KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«Stein im Brett» Mineralische Dünnschichtfarben von Keim - Ein Erfahrungsbericht

Referierende
Aldo Degasperi
Projektleiter Holz, KEIM Farben AG
Martin Jöhl
Stv. Geschäftsführer, Gebr. Eisenring AG

Die mineralische Dünnschichtfarbe legt sich nicht als unabhängige Schicht auf das Holz, vielmehr treten die beiden Materialien in den Dialog und werden zur Einheit. Die diffusionsoffene Verbindung lässt Wasser zu, atmet und wird gemeinsam in Würde alt.

Doch wie entsteht ein solches Material mit all seinen spezifischen Eigenschaften?
Um dieser Frage nachzugehen, wirft Aldo Degasperi, Projektleiter Holz bei KEIM Farben, einen kritischen Blick auf die Entwicklung der mineralischen Dünnschichtfarbe Lignosil-Artis seit ihrer Einführung vor 16 Jahren. Die Retrospektive zeigt: Ein Material erscheint nicht plötzlich und in gleich bleibender Form auf dem Markt, sondern ist das Ergebnis eines anhaltenden Prozesses. KEIM legt Rechenschaft ab über Bewährtes und Verworfenes, über Erkenntnisse und Lernprozesse aus sechzehn Jahren Weiterentwicklung mineralischer Dünnschichtfarben für Holzfassaden.

Der zentrale Aspekt, das Zusammenspiel von Farbe und Holz, erfordert zugleich einen vertieften Blick auf das Holz selbst. Martin Jöhl, stv. Geschäftsführer und Verkaufsleiter vom Hobelwerk Eisenring in Gossau, erläuterte die Anforderungen an den Rohstoff, die Abläufe des Streichens und die Wirkung unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheiten. Er zeigte, wie Farbe und Holz verschieden aufeinander reagieren und inwiefern die Lage eines Brettes im Baumstamm mit seinen späteren Eigenschaften und der Verarbeitung zusammenhängt.

Beim Brown-Bag-Lunch ging es um handfestes: vor Ort wurden Hölzer gestrichen, Oberflächen betastet und Muster erstellt.

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Material-Talk.SBCZ.jpg Bild:  Mark Niedermann

 

29. Januar 2026, 18:00-20:00  Uhr

MATERIAL TALK
«Hülle in Handarbeit»

Referierende
Andreas Reuter, Dipl. Arch. ETH BSA SIA
Reuter Architekten GmbH
Leo Pichler, Geschäftsinhaber Swisskeramik AG
Daniela Bernardi, Fachplanerin, Bernardi Keramik am Bau

Moderation
Dr. Christoph Wieser
Vorstandsmitglied Freund:innen Baumuster


Das Hallenbad Rialto in Basel ist eine Ikone der gemässigten Moderne. Von Bercher & Tamm 1934 gebaut, umfasst es nicht nur ein komplexes Raumprogramm, sondern hat auch eine spezielle Keramikfassade: Grosse, unglasierte Platten überziehen den geschwungenen Gebäudekörper mit einer hellen Haut.  Die Sanierung der denkmalgeschützten Fassade gestaltete sich äusserst komplex und beinhaltete 
planerische, bauphysikalische und herstellungstechnische Herausforderungen. Nach aufwändigen Abklärungen im Vorfeld entstanden die rund 1000 benötigten Replikate nach alter Tradition in Handarbeit. Seit Herbst letzten Jahres erstrahlt die Fassade wieder in neuem Glanz und integriert die neuen Platten auf ebenso gekonnte wie unauffällige Weise. 

Andreas Reuter sprach über die architektonischen Aspekte der Gebäude- und Fassadensanierung des Rialto. Leo Pichler beschrieb die technischen und handwerklichen Herausforderungen der Keramikplatten. Als Fachplanerin für die Fassade erläuterte Daniela Bernardi ihren Weg zur Lösungsfindung, den Umgang mit Normen und die Steuerung der Prozesse.

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KONZEPT_Velux_Architekturgespraech.jpeg Bild: Chris Schroeer-Heiermann

05. März 2026, 18:00 Uhr

KONZEPT
«Architektur im Licht» Velux Architekturgespräch & Fotografie Ausstellung

Ausstellung
5. März bis 2. April, 2026

Referierende
Sigurd Larsen
Sigurd Larsen Design & Architecture, Berlin

Chris Schroeer-Heiermann 
Architekt, Köln

Moderation
Kasia Jackowska 
Architektin & Fotografin

Verdichten bestehender Strukturen führt zum Bedarf an neuen Tageslichtquellen, und auch das Gebäudeklima kann zukunftsweisend neu gedacht werden. Der Architekt Sigurd Larsen zeigt am Projekt «Dortmannhof», einem Umbau einer historischen Scheune in ein Wohnhaus, wie man an denkmalgeschützten Gebäuden ohne Fassadenänderungen poetische Wohnräume schafft. Chris Schroeer-Heiermann stellt die teilweise eigenhändig gestaltete Umwandlung einer Ruine in ein Dreiparteienhaus vor, das von aussen die ursprüngliche Form wiederbekommt, im Innenraum aber überraschende Räume mit interessanten Lichtstimmungen bietet.

Sigurd Larsen und Chris Schroeer-Heiermann gehören zu verschiedenen Generationen von Architekten: Was sie verbindet, neben ihrer Tätigkeit in vielen Ländern und Kulturen, ist ein reflektierter, poetischer Umgang mit Tageslicht. Die beiden Architekten werden ihre Haltung anhand ausgewählter Projekte vorstellen – mit Schwerpunkt auf zwei Umbauprojekten.

Der Abendanlass wird begleitet von einer Fotografieausstellung von Kasia Jackowska. Die grossformatigen Fotografien sind in den kommenden Wochen an der Baumuster-Centrale zu sehen.

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EINBLICKE_Putz+Farbe26.jpeg Bild: Apartmenthaus Mona, Andermatt, Jürg Zimmermann

12. März 2026, 18:00 Uhr

EINBLICKE – AUSSTELLUNG
Vernissage & Apéro
«PUTZ+FARBE 26»

Ausstellung
13. März bis 10. April 2026

Referierende
Luca Camponovo
Dipl. Arch. ETH BSA SIA
Camponovo Baumgartner, Zürich
Nicolas de Courten
architecte EPFZ FAS SIA
Tania Grace Knuckey, Farbgestalterin
Nicolas de Courten architectes Sàrl, Lausanne
Arno Bruderer
Architekt MSc ETH
Baumberger Stegmeier Architektur, Zürich
Pinar Gönül
Dipl. Architektin TU BS
Jurymitglied

Putz und Farbe prägen Architektur seit Jahrhunderten. Als älteste Baustoffe sind sie fundamentale Elemente unserer Baukultur, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die bescheidene Rolle des Putzes ist zugleich seine Qualität. Seine Bestandteile wie Sand, Kalk und Wasser sind überall verfügbar und ihre Zusammensetzung zu einer Putzrezeptur ist so vielfältig wie die Regionen und Kulturen, in denen sie entwickelt und angewendet werden. Jeder Putz ist individuell und von eigenem Charakter ob als reine Putzrezeptur oder im harmonischen Zusammenspiel mit Farbe. 

Mit dem «Schweizer Preis für Putz und Farbe» wird die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Architektur, Innenarchitektur, Farbgestaltung und Handwerk gefördert, sowie der Einsatz von Putz und Farbe bei qualitativ hochwertigen Bauten gewürdigt. Gerade in einer Zeit, in welcher der energetischen Sanierung eine grosse Bedeutung zukommt und Putz wie Farbe hierbei eine tragende Rolle spielen, soll diesen Baustoffen besondere Beachtung geschenkt werden. 

An der Vernissage stellen drei Architekturbüros ihre prämierten Projekte aus der Kategorie «Fassadengestaltung, Innenraumgestaltung und Publikumspreis» vor.  

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KONKRET_Einfach-individuell_HGC-VIA  Bild: HGC Handel AG

19. März 2026, 12:15 Uhr

KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«Einfach individuell» Recyclingterrazzo von VIA, HGC

Referierende
Martin Klein
Architekt und Partner, Morger Partner Architekten
Norbert Kummermehr
Geschäftsleiter, VIA GmbH

Die Frage, wie Abbruchmaterial weiterverwendet werden kann, stellt ein zentrales Thema im heutigen Diskurs in der Baubranche dar.

Bauschutt als Zuschlagsmaterial von Terrazzobodenbelägen zu verwenden, hat sich HGC zur Aufgabe gemacht. Mit dem Recyclingterrazzo von VIA werden diverse Materialien aus dem Rückbau wie Glas, Dachziegel und Backsteine zu individuellen Böden verarbeitet. Auch lokale Gesteinszuschläge aus Flusskiesel können zum Einsatz kommen. Das verwendete Bindemittel ist zement- und epoxidharzfrei, was das Material wiederum recyclebar macht. Es zeichnet sich zudem durch seine einfache Verarbeitung aus, welche es einer grossen Anzahl an Unternehmern erlaubt, den Terrazzobelag einzubauen. Am Anlass führt Norbert Kummermehr durch die einzelnen Arbeitsschritte und gibt einen Überblick über die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Beim Haus der Werte in Basel verbindet ein Terrazzo mit goldgelbem Marmorsplit die Räumlichkeiten und sorgt für eine durchgehend warme Atmosphäre. Martin Klein stellt das ambitionierte Projekt vor, welches Veranstaltungsinfrastruktur mit Wohnraum vereint, und erläutert die Absichten hinter der Materialwahl.

Eine grosse Bandbreite an Mustern mit unterschiedlichsten Zuschlägen, Schleifgraden und Oberflächenbehandlungen stehen zum Ansehen und Anfassen bereit.

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letzte Änderung: 27.02.2026