Elektronischer SBCZ-Veranstaltungskalender
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Bild: Susanne Völlm
2. Oktober 2025, 12:15 Uhr
KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«Altern gestalten»
Swisspearl Patina Original NXT
Referierende
Gabriele Demme, dipl. Arch. ETH und Franziska Plüss, dipl. Arch. FH
Partnerinnen deplus Architekten eth/fh
Michael Schmidt
Product Manager, Swisspearl
Mit feinem Rhythmus, dezenten Farben und markanter Silhouette - den umliegenden Bergketten gleich - definiert das Feuerwehrhaus in neuer Hülle den Dorfeingang von Altdorf neu. Die Architektinnen von deplus architekten eth/fh erläutern am Anlass, wie sich das Projekt in doppelter Weise mit dem Altern von Gebäuden auseinandersetzt:
Zum einen stellte sich die Frage, wie mit gesichtsloser Achitektur wie diesem Zweckbau aus den 1980er-Jahren nachhaltig umzugehen ist. Obwohl kein Baudenkmal, entschied sich die Urner Gemeinde gegen einen Ersatzneubau und erkannte, dass bei diesem «Gebäude ohne Lobby» der Erhalt der Substanz zwar nicht durch eine Sanierung, jedoch durch Architektur möglich ist. Zum andern war der Umgang mit dem Alter auch in Bezug auf die Materialisierung Teil des Entwurfs. Die weitgehend unbeschnittenen PURIO-Fassadenpaneele von Swisspearl altern in Abstimmung mit den feinen Holzleisten, Veränderungen werden nicht als Fehler, sondern als Entwicklung der Hülle verstanden.
Auch bei Swisspearl wird sichtbares Altern von Materialien nicht als ein zu vermeidender Mangel, sondern als Gestaltungspotential gesehen. Mit der zunehmenden Nachfrage von Architekturschaffenden nach lesbarem Alter in den Materialien entwickelte die Firma nach «PURIO» nun auch die neue «PATINA NXT» Linie. Michael Schmidt, Produktemanager bei Swisspearl, erläutert, wie die neu geschliffenen und strukturierten Oberflächen der Linie die Jahre nicht spurlos am Gebäude vorüberziehen und den Wandel der Hülle kalkuliert mitgestalten lassen.
Bild: Clou Architekt:innen
9. Oktober 2025, 12:15 Uhr
KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«Im Fluss»
Raumfolgen und Linoleum in der Wohnsiedlung Leutschenbach - Forbo Flooring Systems
Referierende
Marcel Gmür
Leiter Vertrieb Schweiz Forbo Flooring Systems
Andreas Feurer
Dipl. Arch ETH SIA, Partner Clou Architekten
Mit dem Projekt «Wohnsiedlung Leutschenbach» wurden in Zürich-Seebach rund 400 neue städtische Wohnungen realisiert. Clou Architekt:innen stellen am Anlass das grossmasstäbliche, gemeinnützige Wohnbauprojekt mit seinen differenzierten Aussenräumen, Ateliers und einem Kindergarten vor.
Die Wohntypologien zeichnen sich durch äusserst kompakte Grundrisse aus: das Raumkonglomerat mit einem ausgeklügelten Verteilermöbel im Kern macht Korridore obsolet. Ein prägnantes Farbkonzept leitet durch die Räume der Siedlung und durch die Wohnungen selbst.
Auf der Suche nach einem Material, das dem Konzept zusammenhängender und variabler Raumfolgen gerecht wird, besannen sich die Architektinnen und Architekten auf Schulhäuser, auf Wohnungen der klassischen Moderne sowie auf den genossenschaftlichen Wohnungsbau der letzten hundert Jahre – und fanden im Linoleum einen den Grundrissen entsprechend ungerichteten und farbgebenden, aber auch preiswerten und natürlichen Bodenbelag.
Linoleum besteht aus Leinöl, Baumharz, Holzmehl, Kalkstein und Jutegewebe und nimmt seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine kontinuierlich wechselnde Rolle in der Architektur ein. Marcel Gmür, Vertriebsleiter Schweiz der Forbo Flooring Systems, gibt einen Rückblick auf die Bodenbeläge seit dem Zweiten Weltkrieg, beschreibt anhand von Beispielen die Variationen, Möglichkeiten und ökologischen Aspekte von Linoleum und erklärt, welchen Einfluss die Einstreuung von Kakaobohnenschalen im Belag auf Räume haben kann.
Bild: Montana Bausysteme AG
16. Oktober 2025, 12:15 Uhr
KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«POV»Bewegte Fassade mit individuellen Aluprofilen von Montana Bausysteme AG
Referierende
Michael Norbjer
Architekt und Projektleiter bei architektur gmbh
Michael Binder
Produktmanager Designprofile bei Montana Bausysteme AG
Direkt am Bahnhof Grenchen Süd gelegen, ist der Neubau des CCTW Campus unübersehbar – und dabei ständig im Wandel. Wie bereits die Architektur der Streamline Moderne in den 1930er Jahren auf die Bewegung und Geschwindigkeit der Betrachtenden ausgelegt war, reagiert auch die Fassade der Technischen Schule auf die Dynamik des Ortes: Mit wechselndem Blickpunkt gerät die Fassade optisch in Bewegung, sie vibriert, wellt sich, Schriftzüge erscheinen und verschwinden wieder.
Für diesen Effekt bedienten sich die Architektinnen und Architekten nicht elektronischer oder mechanischer Mittel, sondern entwarfen mit der Firma Montana Bausysteme AG unbewegliche, aber präzise berechnete und gefaltete Aluminium-Profilbleche, bei denen Farbe und Form geschickt zusammenspielen. Die Zacken sind in kontinuierlicher Drehung seitlich geneigt und kreieren dadurch ein sogenanntes Triscenorama.
Michael Norbjer, Architekt beim ausführenden Architekturbüro architektur gmbh, stellt das Projekt vor und erläutert die Umsetzung des Fassadenkonzeptes. Michael Binder, Produktmanager Designprofile bei Montana Bausysteme AG, gibt Einblick in die Entwicklung und Produktion der Profile in Villmergen, in das gestalterische und technische Potenzial des Systems sowie in die weiteren Varianten und Möglichkeiten des Sortiments von Montana Bausysteme AG.
letzte Änderung: 28.08.2025